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Der vielseitige Künstler Dante Anzolini wurde als Kind italienischer und chilenischer Eltern in Berisso, Argentinien geboren, italianische Staabuergerschaft. Neben Klavier und Komposition studierte er Dirigieren zunächst in Argentinien (bei Mariano Drago Sijanec), danach in den USA an der Yale University School of Music (bei Eleazar de Carvalho) sowie in Meisterklassen bei Lorin Maazel, Erich Leinsdorf, Kurt Sanderling und Dennis Russell Davies. Außerdem studierte und spielte er Klavier, Cembalo, Geige, Bratsche, Oboe und Schlagzeug.

Sein breites Repertoire reicht von den großen Werken des Opern- und symphonischen Repertoires bis hin zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Dante Anzolini gilt als bedeutender Anwalt für Neue Musik und junge Komponisten und hat bereits zahlreiche Welturaufführungen im Opern- und Konzertbereich dirigiert.

Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Dirigent tritt Dante Anzolini als Komponist und Bearbeiter von Orchesterwerken in Erscheinung. Seine Bearbeitung von Arnold Schoenbergs „Variationen für Orchester” op. 31 für Klavier wurde kürzlich fertiggestellt und von Belmont Music Publishers veröffentlicht (Vertrieb durch Universal Edition). Nach Kompositionen für Solo-Klavier sowie für Geige und Klavier arbeitet er gegenwärtig an seiner ersten Symphonie.

Seine intensive Zusammenarbeit mit dem Komponisten Philip Glass führte Dante Anzolini unter anderem nach Lissabon, wo er im Rahmen der Expo 1998 die Oper „The White Raven” aus der Taufe hob. Diese Oper dirigierte er auch 2001 mit dem American Composers Orchestra im Lincoln Center, New York. Weiters dirigierte er die Symphonie Nr. 5 „Requiem, Bardo und Nirmanakaya” beim Festival van Flaanderen in Brüssel sowie im Kennedy Center, Washington D.C. Bei der CD-Aufnahme dieser groß angelegten Chorsymphonie mit dem Radio-Symphonieorchester Wien wirkte er als Assistenzdirigent von Dennis Russell Davies mit. 2002 leitete er die Produktion der Oper „Akhnaten” an der Opéra du Rhin in Straßburg. 2006 folgte die europäische Uraufführung von Philip Glass’ Symponie Nr. 8 mit dem Brucknerorchester Linz.

In Europa führten ihn erste Engagements 1993 als Solorepetitor und Kapellmeister an die Bonner Oper, danach als Kapellmeister ans Stadttheater Bern. Er dirigierte hier ein breit gefächertes Repertoire von Mozart und Rossini über Puccini, Strauß, Offenbach bis Bartók, Strawinsky und Schoenberg. Darüber hinaus arbeitete er mit Orchestern wie dem Orchester der Beethovenhalle Bonn, den Bochumer und den Berner Symphonikern, dem Brüsseler Radio-Symphonieorchester, dem Mátav Symphonieorchester Budapest, dem Brucknerorchester Linz sowie den Symphonieorchestern von Asturias, Granada und Valencia in Spanien. Am Teatro Massimo in Palermo dirigierte er eine bejubelte Produktion von Kurt Weills „Die sieben Todsünden” mit Ute Lemper.

Im Frühling 2006 leitete er das Brucknerorchester Linz auf einer Tournee durch Österreich und Deutschland.

2001 gab Dante Anzolini mit dem American Composers Orchestra sein Debüt in der Carnegie Hall, New York. 2005 wurde er unter 220 Bewerbern von der American Symphony Orchestra League für das National Conductors’ Preview in Jacksonville, Florida, auserkoren. Im gleichen Jahr leitete er auch eine Tournee durch Süd-Afrika mit der legendären südafrikanischen World-Sängerin Miriam Makeba.

Von 1998 bis 2006 war Dante Anzolini Musikdirektor von Symphonie- und Kammerorchester des MIT in Boston.

Seit Herbst 2005 ist er Musikdirektor und Chefdirigent des Teatro Argentino in La Plata. Dieses Opernhaus gilt – neben dem Teatro Colón in Buenos Aires – als zweitwichtigstes Haus Argentiniens.

Zu Beginn der Saison 2006/2007 leitete Dante Anzolini eine vom Publikum wie der Presse überschwenglich aufgenommenen Neuproduktion von Verdis ‘Otello’ in Linz.

Zukünftige Engagements beinhalten sein Debüt bei den Wiener Symphonikern im September 2007 sowie sein Debüt an der Metropolitan Opera, New York, wo er im Frühjahr 2008 eine Produktion von Philip Glass’ Oper ‘Satyagraha’ leiten wird.

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